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Startschuss lässt Schwimmer jubeln
Quelle: Freie Presse vom 30. Juni 2011 (Ein Bericht von Dennis Kittler)
 
Für die neue Zwickauer Schwimmhalle ist gestern Nachmittag der erste Spatenstich erfolgt. 14,5 Millionen Euro soll sie kosten, bis Mitte 2013 fertig sein. Bei aller Freude über den Baustart gestern: Der Baugrund bleibt ein Risiko.
Die Schwimmer des SV Zwickau 04 kamen gestern Nachmittag aus dem Jubel nicht mehr heraus. Vier Jahre hatten sie und andere Schwimmsportbegeisterte der Stadt gekämpft, um endlich wieder eine zweite Halle zu bekommen. Mit dem ersten Spatenstich nimmt diese nun Konturen an. "Überfällig" nannte es Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) denn auch, "dass Zwickaus Sport- und Schwimmvereine ordentliche Bedingungen bekommen". Im Moment kann davon nämlich keine Rede sein. Ein Beispiel nur: Die Wasserballer des SV 04 können nur mit einer Ausnahmegenehmigung am Spielbetrieb in Liga 2 teilnehmen, weil das Becken, das ihnen im Moment zur Verfügung steht, nicht den Vorschriften entspricht. Der 2. Vorsitzende des Vereins, Werner Beuschel, spricht von einem "unzumutbaren Zustand".
Nach dem symbolischen Akt gestern soll der Bau nun flott vorangehen. Bis August soll die Spundwand stehen, die künftig verhindert, dass Grundwasser der Gebäudesubstanz zusetzt, sagt Steven Simmon, Sprecher der Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau (GGZ), dem Bauherr des 14,5-Millionen-Euro-Projektes. Mitte des nächsten Jahres soll der Rohbau fertig sein, Mitte 2013 das Bad übergeben werden.
Dass es ein ehrgeiziges und anspruchsvolles Projekt für die GGZ sein wird, betont deren Geschäftsführerin Jutta Giebner gern. Finanzieren wird es das 100-prozentige Tochterunternehmen der Stadt aus Erlösen des Verkaufs von 3000 Wohnungen an die Gagfah vor einigen Jahren und aus eigens erwirtschafteten Mitteln. Kredite werden keine aufgenommen, so Giebner. Ob ihr das Risiko, dass durch den vom Bergbau vorbelasteten Baugrund Probleme auftreten könnten, die Sorgenfalten auf die Stirn treiben? "Ich sehe das alles optimistisch", sagt sie.
Entstehen wird ein 50-Meter-Becken, das über eine verschiebbare Startbrücke in zwei 25-Meter-Becken verwandelt werden kann. Acht Bahnen werden zur Verfügung stehen, sagt Bert Hoffmann, Geschäftsführer der Lichtensteiner Bauconzept Planungsgesellschaft. Zudem werden ein Lehrschwimmbecken und ein Drei-Meter-Turm gebaut.
 

 
 
30.06.2011
 
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