Schiedsrichter rücken beim Wasserball immer mehr in den Mittelpunkt. Nicht nur bei den Spitzenspielen der DWL. Bei der 8:10 (2:3, 4:6, 6:7)-Niederlage in Halle hatten die Zwickauer das Nachsehen.
Lovro Roncevic hatte die Gäste in Führung gebracht. Als die Referees ein deutliches Faul eines Hallensers übersahen, stand es 1:1. Es folgten mehrere Herausstellungen, und die Hausherren zogen auf 3:1 davon. Nach dem ersten Viertel stand es 3:2. Die Herausstellungen gingen auch im zweiten Abschnitt weiter. Positionskämpfe wurden ständig gepfiffen, auch wenn der Ball noch weit entfernt war. Zwickau griff weiter an, versuchte zu spielen. Roncevic konnte es nicht fassen, als er erneut eine Herausstellung im Angriff bekam und griff sich mit der Hand an den Kopf. Für diese Geste erhielt er eine Sperre für das gesamte Spiel. Nun war der beste Spieler weg, und weitere drei hatten je zwei Herausstellungen zur Halbzeit. Die Westsachsen gaben trotz des 4:6-Rückstandes nicht auf. Doch die begrenzte Anzahl an Wechselmöglichkeiten zehrte an der Kraft und Wurfgenauigkeit. Vor dem letzten Viertel stand es 7:6. Zwickau versuchte es mit der Brechstange, konnte aber die Wende nicht erzwingen. Bei besserer Ausnutzung der Überzahlsituationen im letzten Durchgang wäre aber ein Auswärtserfolg durchaus noch möglich gewesen.
Für den SV Zwickau 04:
R. Schädlich, Firmbach, Oelschlägel, Czerner (2), Berkner, M. Wüstner (1), Raska, Hähnel, Bakovic (2), Schneider, Elsner (2), Roncevic (1) und J. Wüstner (Trainer) |