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Der SV Zwickau 04 trauert um sein Ehrenmitglied Monika Gürth
Der SV Zwickau 04 trauert um sein Ehrenmitglied Monika Gürth. Moni verstarb am 21. April 2026 im Alter von 86 Jahren.
Monika war über viele Jahrzehnte untrennbar mit dem Schwimmsport in Zwickau verbunden. Wie kaum eine andere Persönlichkeit hat sie unseren Verein geprägt und Generationen von Kindern und Jugendlichen auf ihrem sportlichen Weg begleitet. Mehr als 60 Jahre stand sie mit Herzblut, Leidenschaft und außergewöhnlichem Engagement am Beckenrand. Für unzählige junge Sportlerinnen und Sportler war sie Trainerin, Vorbild, Ratgeberin und oftmals auch eine zweite Mutti.
Für ihre herausragenden Verdienste um die Nachwuchsarbeit und ihre jahrzehntelange Treue zu unserem Verein wurde Monika Gürth im Jahr 2020 zum Ehrenmitglied des SV Zwickau 04 ernannt.
Im Jahr 2020 erschien in Würdigung ihrer Person und ihrer Verdienste um unseren SV Zwickau 04 der nachfolgende Beitrag in der Freien Presse. Mit der erneuten Veröffentlichung dieses Artikels möchten wir an Monika erinnern und ihr für ihr außergewöhnliches Wirken in unserem Verein Danke sagen.
Mit Monika verlieren wir einen Menschen, der den Schwimmsport in Zwickau mit großer Hingabe gelebt und gestaltet hat. Ihr Andenken werden wir in Ehren bewahren.
 
Quelle: Zwickauer Freie Presse vom 20. April 2020 (Ein Artikel von Thomas Croy)
Die Stehauffrau vom Beckenrand: Sie ist seit 60 Jahren im Einsatz Seit sechs Jahrzehnten betreut Monika Gürth den Zwickauer Schwimmnachwuchs. Trotz Verletzungen und Krankheiten hielt sie ihrem Verein stets die Treue. Das Training mit Kindern ist ihr Leben. Als sie das Licht der Welt erblickte, war gerade Glenn Millers „When you wish upon a star“ in aller Ohren. Das Lied, das davon handelt, dass man an seinen Träumen festhalten soll, würde gut als Titel über den Lebenslauf von Monika Gürth (geborene Lindauer) passen. Einst selbst eine erfolgreiche Schwimmerin, erwarb die Zwickauerin in jungen Jahren den Übungsleiternachweis und gab ihr Wissen an Generationen von Talenten weiter. „Mir gefällt die Arbeit mit den Kindern. Das möchte ich auch nicht missen. Ohne das Training kann ich eigentlich gar nicht leben“, erklärt die 80-Jährige. „Die Kinder freuen sich, wenn ich komme, und ich freue mich auch, wenn ich sie sehe.“ Nach einem Oberschenkelbruch infolge eines Sturzes ist sie derzeit gehandicapt. „Sobald ich wieder gesund bin, will ich weiter machen.“
Aufgewachsen ist Monika Gürth in der Bäckerei Lindauer bei ihren Eltern und Großeltern. Durch ihre Cousine Eva Hertel kam sie zum Schwimmen. Das Talent landete oft auf dem Treppchen. Sie wurde in die Bezirksauswahl berufen. Kurz vor dem geplanten Wechsel zum SC DHfK Leipzig beendete ein komplizierter Armbruch ihre leistungssportliche Karriere. Als 1960 die langjährige Trainerin Traudel Neumann überraschend zurücktrat, übernahm die damals 20-Jährige die Wettkampfmannschaft der BSG Motor Zwickau. An die Übungsleiter-Lehrgänge in der Sportschule Werdau erinnert sie sich genau: „Die hätten mich am liebsten dort behalten. Aber ich wollte beim Schwimmen bleiben.“ Ihre Schützlinge holten bei den „Kleinen DDR-Meisterschaften“ vier Titel. Die Zwickauer Mädchen der AK 11 gewannen 1988 den Wanderpokal des Schwimmsport-Verbandes.
„Sie hat das, was Traudel Neumann aufgebaut hat, weitergeführt. Mit Leib und Seele“, meint ihr langjähriger Weggefährte Wilfried Wagner anerkennend. „Heute schwimmen schon die Kinder ihrer einstigen Schützlinge in den Trainingsgruppen.“ Christoph Kraus, Vorsitzender des SV Zwickau 04, ist ebenfalls voll des Lobes: „Moni ist ein absoluter Kumpel. Sie ist sehr zuverlässig, immer für alle da und kümmert sich um die Kinder wie eine Mutti.“ Monika Gürth zeichnet sich bei ihrer Tätigkeit durch großes pädagogisches Feingefühl aus. „Ich habe das zu DDR-Zeiten gern spielend gemacht. Uns lag daran, dass die Kinder Freude haben“, betont die Übungsleiterin. In der heutigen Zeit vermisst sie mitunter das Eingehen auf die Kinder. Die Arbeit habe sich seit der Wende verändert. „Früher hatten wir ganz andere Voraussetzungen. Das war von der Organisation her nicht einfach“, erinnert sich die 80-Jährige. „Aber es herrschte ein prima Zusammenhalt.“
Zwar haben sie Unfälle und Krankheiten einige Male zurückgeworfen, aber Monika Gürth hat immer wieder zurückgefunden. Eine echte Stehauffrau. „Für sie es ihr Ein und Alles, wenn sie am Beckenrand stehen kann. Wenn sie da ist, blüht sie richtig auf“, berichtet Wilfried Wagner. Es schmerzt sie, dass wegen der Covid-19-Pandemie derzeit kein Training ist. „Hoffentlich bleiben sie uns treu und verlieren nicht die Lust“, macht sich die Übungsleiterin Gedanken. Sie empfiehlt ihren Schützlingen, sich daheim mit Athletik-Training fit zu halten.
Ihren Mann hat die gelernte Finanzökonomin beim Schwimmen kennengelernt. „Ich war damals bei den Wasserballern“, erzählt Dieter Gürth (84). Er ist sehr stolz auf seine Gattin: „Ich weiß nicht, ob es in Sachsen überhaupt jemanden gibt, der 60 Jahre als Übungsleiter am Beckenrand stand.“ Im nächsten Jahr wird die Diamantene Hochzeit gefeiert. Wie man die beiden kennt, wird das Ehejubiläum bestimmt auch am Wasser begangen.
 
 
03.06.2026
 
Nächste Termine
 
06.06.26 - 08:30 Uhr
13. ZWICKIADE in der Glück Auf Schwimmhalle
13.09.26 - 09:00 Uhr
13. Zwickau-Triathlon rund um die Glück Auf Schwimmhalle
07.11.26 - 14:00 Uhr
Seniorenschwimmfest des SV Zwickau 04 in der Glück Auf Schwimmhalle
 

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